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Meine Vikariatskirche :)

Über 100 Jahre gibt es jetzt die Herrenhäuser Kirche, so wie sie dort steht.

Am 27.Mai 1906 riefen zum ersten mal die Glocken zur Einweihung dieses Gotteshauses. In der Festschrift der Herrenhäuser Kirche ist zu lesen, dass diese Kirche 1944 durch einen Fliegerangriff teils schwer beschädigt wurde: Dach, Fenster der Kirche sowie das Pfarrhaus hatte es getroffen. Insgesamt aber, gehörte die Herrenhäuser Kirche zu den weniger zerstörten Kirchen in Hannover. Nach Erneuerungen, Renovierungen, ein Orgelneubau, wurde die Kirche wieder gut hergerichtet. 1987 wurde die alte Ausmalung der Kirche originalgetreu wiederhergestellt. Bis in die Mitte der 90er Jahre erlebte diese Kirche umgestaltungen: Neugestaltung des Altarraums, neuer Schalldeckel für die Kanzel, Einbau einer Glaswand im Vorraum, Überholung der Orgel etc. Diese neugotische Kirche erlebte also schon viel.

Beim Bau der Kirche hat man sich sehr viele Gedanken gemacht: Vom Kirchplatz gehen 3 Stufen empor zur Kirche, die zu drei Säulenbögen am Eingang führt. Geht man durch die erste Tür, so gelangt man in die Turmhalle. Öffnet man die zweite Tür, so erscheint der Vorraum der Kirche unterhalb der Empore mit der Glaswand. Um in den Kirchraum gehen zu können, muss eine dritte Tür geöffnet werden, die mit einem Schriftband versehen ist. An der gesamten Glaswand verläuft dieses Schriftband mit dem Vater unser drauf. Um dir dritte Tür zu öffnen, muss man die Worte „vergeben unsern Schuldigern“ berühren und man tritt in den Kirchraum ein. Dieses Baukonzept „hat das lateinische Langschiff mit seinem mächtigen Glockenturm im Westen und dem Chor im Osten vereint mit der byzantinischen Zentralkuppel über dem Grundriss eines gleichschenkligen griechischen Kreuzes“ (Festschrift der Herrenhäuser Kirche, S.24 zum nachlesen).

Der Innenraum ist schön hell gestaltet und die Ausmalungen kommen gut zum Vorschein. Der Altarraum ist schön groß, sodass dort vieles platziert werden kann, wie z.B. eine Bühne für Konzerte der Kantor. Besonders sticht der große Radleuchter im Kirchraum hervor, der die 12 Tore des neuen Jerusalem zeigt. Er erhellt den Kirchraum und besonders ist, dass er sogar bis zu den Kirchbänken heruntergefahren werden kann. Das himmlische Jerusalem wird so etwas greifbarer, nahbarer.

Sehr eindrucksvoll und hell geht es in der Kirche weiter. Im Altarrum verdeutlichen die Ausmalungen, den Ort der Ehre: Girlanden zieren den Bogen und ein roter Wandteppich ist zu sehen. Es erinnert an das Purpur der Antike, das für Könige und Kaiser benutzt wurde. Der Blick wird auf Christus am Kreuz gelegt, umrahmt von 6 Engeln, die den Gekreuzigten als Soh Gottes bezeugen (Vgl. Mk 16,6). Das schöne runde Glasfenster mit dem heiligen Geist als Taube ragt über Christus empor und in den Altarfenstern wird die Emmausgeschichte dargestellt: Der auferstandene Christus kommt unter Brot und Wein in unserer Mitte, wenn wir uns zum Abendmahl um den Altar versammeln.

Zu sehen ist weiterhin der Taufstein mit einem Mosaikkreuz und einer Taube im Taufbecken, eine Gebetsecke,die zur Stille einlädt und viele kleine tolle Dinge.

Es ist eine wundervolle Kirche, wie so viele andere auch. Ich fühle mich hier sehr wohl und freue mich jedes Mal hier sein zu dürfen und mich einbringen zu können, aber auch immer wieder etwas zu lernen!

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